Online-Pressekonferenz anlässlich der anstehenden Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS)
Justice Collective und Komitee für Grundrechte und Demokratie

Hier geht es zur Aufnahme der Pressekonferenz: https://www.youtube.com/watch?v=UgHZjK6pcRo
Zusammen mit dem Kölner Komitee für Grundrechte und Demokratie hat das Berliner Justice Collective am 1. April 2025 eine Pressekonferenz einberufen, um die polizeiliche Statistik und deren politische Instrumentalisierung kritisch einzuordnen. Denn obwohl medial und politisch viel Wert auf sie gelegt wird, ist die PKS als Instrument zur Bewertung der Sicherheitslage in diesem Land ungeeignet. Dafür gibt es eine Reihe von Gründen, die wir in einem gemeinsamen Statement zu dem Thema darlegen und auf die wir auch in der Pressekonferenz im Detail eingegangen sind.
Zur Beleuchtung der Probleme mit der PKS haben wir Sprecher*innen mit unterschiedlichen Perspektiven und Hintergrundwissen eingeladen:
Beate Streicher sprach für Amnesty International in Deutschland und ging darauf ein, wieso die Statistik und ihre Nutzung aus Sicht der Menschenrechte höchst problematisch ist.
Die politischen Interessen und den spezifischen Blick auf Sicherheit, die sich mit der Veröffentlichung der PKS verbinden, erörterte Ferat Koçak von der Partei Die Linke anschließend näher.
Reginie Sunder Raj aus dem Team von OPRA, der psychologischen Beratungsstelle in Berlin für Opfer rechtsextremer, rassistischer und antisemitischer Gewalt berichtete schließlich darüber, inwiefern Sicherheit und Polizei für viele Menschen einen Widerspruch darstellen – insbesondere für Menschen, die von Rassismus, Marginalisierung, Armut und deren Schnittstellen betroffen sind.
Die Moderation übernahm Michèle Winkler vom Komitee für Grundrechte und Demokratie.